Wie klare, echte Intentionen unser Leben verändern

Wir schauen im Leben gerne schnell auf das "Was": Was wir tun möchten, was wir haben möchten, was wir erleben möchten. Wenn wir das wissen – oder glauben, es zu wissen – springen wir schnell zum "Wie": Wie kann ich das erreichen, wie könnte ein schneller Weg dorthin aussehen, wie kann sowas ermöglicht werden.

Was wir manchmal übersehen, ist das "Warum". Und mag es erstmal nebensächlich zu klingen, zu verstehen, wieso wir etwas machen wollen (es hält uns schließlich nicht vom Handeln ab, richtig?) – so hat es doch eine enorme Bedeutung.

Denn hinter unserem "Warum" stecken unsere Intentionen – und diese prägen unser Leben oft mehr, als wir es zunächst für möglich halten. Gehen wir es Stück für Stück durch:

1. Intentionen schaffen den Raum für die Möglichkeiten, die wir in der Realität erfahren werden.

Intentionen beginnen selten im Kopf. Und wenn sie dort beginnen, tut es uns gut zu hinterfragen, ob das wirklich unsere Stimme ist – oder eine fremde, die sich von außen in uns gesetzt hat (die Stimme ist meist fremd, wenn sie von "sollten" oder gar "müssen" spricht).

Unsere wahren, echten Intentionen entstehen dort, wo wir ehrlich mit uns selbst werden:

  •  Was will ich wirklich?
  •  Was ist mein Bedürfnis? Meine Wahrheit?
  •  Was möchte ich geben – was möchte ich haben - was möchte ich loslassen?


Je klarer wir uns über unsere Intentionen sind – und je echter sie damit werden – desto mehr schaffen wir uns einen Raum von Möglichkeiten, die wir wirklich haben wollen.

Im Prinzip ist es recht simpel. Man kann es sich wie einen Kompass vorstellen:
Richten wir ihn nach Norden aus, weil wir wissen, dass wir uns dort wirklich wohlfühlen (klare Intention) – dann landen wir entsprechend im Norden und damit dort, wo wir uns wirklich wohlfühlen.

Richten wir ihn jedoch nach Süden aus, weil wir denken, dass wir uns dort wohlfühlen sollten – dann landen wir entsprechend im Süden. Und wie aus dem Nichts befinden wir uns an einem Ort, von dem wir denken, wir sollten uns dort wohlfühlen – aber wir tun es eben nicht.

Etwas wirklich zu wollen oder nur zu denken, etwas zu wollen, ist ein himmelweiter Unterschied. Sowohl in der Intention, als auch in den Konsequenzen im physischen Leben. Das eine befreit – das andere entfernt uns von uns selbst.

Unsere Intentionen sind also der erste Schritt, unser Inneres mit unserem Äußeren in Einklang zu bringen. Und damit ermöglichen wir uns selbst, uns ein Leben aufzubauen, was sich wirklich nach unserem anfühlt.

2. Reine Intentionen schaffen Klarheit - unklare Intentionen verwirren.


Je klarer unsere Intentionen sind, desto klarer sind die Konsequenzen. Auch das hat nichts mit Magie zu tun, sondern schlichtweg mit der Tatsache, dass wir unser Leben mit dem beeinflussen, was wir eben dort hineintragen.

Wissen wir im Grunde nicht, wieso wir etwas tun, wird uns das Leben genau das zurückspiegeln. Denn für andere Menschen wird es unterbewusst spürbar – manchmal sogar bewusst. Denn unser ganzer Selbstausdruck steht in einem zwar nicht offensichtlichen, aber spürbaren Wanken:

  • Wir reden, aber sprechen nicht wirklich. 
  • Wir tun etwas, aber handeln nicht richtig.
  • Wir wollen etwas – aber möchten doch irgendwie etwas anderes.


Wenn wir also im Leben viel Unklarheit, Reibung, Konflikte oder ungewünschte Situationen erleben, lohnt sich ein Blick in unsere Innenwelt: innezuhalten und zu überlegen, ob diese Verwirrungen nicht weniger mit der Außenwelt, sondern mehr mit uns selbst zu tun haben. Denn meistens spiegelt unsere Außenwelt nur etwas wider, was wir im Inneren längst erleben. Oder anders gesagt: Wenn wir nicht wissen, wohin mit uns – weiß es das Leben auch nicht.

3. Ehrliche und authentische Intentionen schaffen Vertrauen. 

Wir sind keine isolierten Wesen. Ob wir Menschen es mögen oder nicht – keiner von uns kann wirklich unabhängig von anderen Menschen überleben. Unsere zwischenmenschlichen Beziehungen prägen unser ganzes Leben, ganz gleich ob es sich um eine Partnerschaft, Familie, Freunde, Arbeitskollegen oder alltägliche Kontakte handelt.

Je ehrlicher wir mit unseren Intentionen werden, desto ehrlicher werden wir anderen Menschen gegenüber. Wir schaffen einen Raum, in dem wir klar zeigen: 

  • Das bin ich.
  • Das kann ich geben.
  • Das möchte ich geben.
  • Hier ist meine Grenze.
  • Das brauche ich.


Zeigen wir uns, wie wir sind, erlauben wir anderen Menschen, uns zu finden – Menschen, die mit uns resonieren und zu uns passen. Und gleichzeitig schaffen wir einen Raum, in dem überhaupt erst echtes Vertrauen und eine echte Verbindung entstehen kann, indem wir uns so zeigen, wie wir sind.

(Ein kleiner Hinweis an der Stelle: Das bedeutet nicht, dass es immer gut und richtig ist, Menschen blind zu vertrauen oder sich komplett zu öffnen. Ein bewusster Selbstschutz – zum Beispiel in Form von Zurückhaltung oder einem gesunden Misstrauen – ist ebenfalls eine ehrliche und authentische Intention.)

Fazit: Intentionen beschreiben unsere eigene Mitgestaltung in unserem Leben.

Jede klare Intention ist wie ein stiller Entschluss, die etwas in Gang setzt. Je mehr wir uns entscheiden, unsere Intentionen wirklich zu sehen – sie zu erkennen, zu akzeptieren und zu leben – desto klarer gestalten wir den Raum unserer Möglichkeiten. Und desto mehr erleben wir unser Leben so, wie es sich für uns stimmig anfühlt. 

Um ein bewusstes Leben führen zu können, in dem wir wirklich wahrnehmen, was passiert und was echt ist, ist es also unabdingbar, seine eigenen Intentionen zu verstehen.